Die Sache mit der Wertschätzung

Heute habe ich einen etwas ernsteren Blog-Eintrag für Euch. Lange habe ich mich ein wenig gesträubt, aber nachdem ich für ein paar dieser Gedanken viel Zuspruch erhielt und sich heute wieder etwas ereignete, das zu diesem Thema passt, lasse ich jetzt die Worte zu, die ich eigentlich nicht schreiben wollte...

Heute möchte ich ein paar Worte zum Thema Wertschätzung schreiben. Wertschätzung vor Mitmenschen, Wertschätzung vor meiner Arbeit und dem was ich leiste. Außerdem geht es ein um das Thema Social Media... Vorab möchte ich wirklich hoffen, dass sich niemand vor den Kopf gestoßen fühlt, der sich jetzt in diesen Zeilen wiederfindet / angesprochen fühlt. Aber manche Dinge haben zwei Sichtweisen und beide sollten erzählt sein. Gerade habe ich die Serie "Tote Mädchen lügen nicht" gesehen und sie hat mich sehr bewegt. Es handelt von einem Mädchen, dem viele schlimme Dinge passieren, ehe sie ihrem Leben ein Ende setzt. Sie ist 17 Jahre alt. Sie erzählt auf Kassetten von ihren 13 Gründen, die sie dazu gebracht haben, 13 einfache Gründe, die Schuld an ihrem Selbstmord sind. Einzeln gekommen sind diese Gründe teilweise schon schlimm genug, aber in der Summe kaum auszuhalten für so ein junges Mädchen.

Diese Serie denkt zum Nachdenken an, ja zum Traurigsein leider auch! Ich habe sehr viel geweint, gerade zum Ende der Serie. Man kommt gar nicht umhin sich selbst zu hinterfragen und auch, wie bestimmte Dinge, die man tut oder auch lässt, anspricht oder eben verschweigt, bei anderen Menschen ankommen. Wie Worte und Taten verletzen und das es manchmal einfach ok ist zu sagen: "Mensch, das hat mir weh getan! Warum hast Du das gemacht?" Jeder von uns hat schon Dinge getan, auf die er nicht stolz ist, die man lieber verschweigen würde, hat anderen Menschen weh getan, aus Feigheit, um andere zu beeindrucken, welche Beweggründe auch immer dahinterstecken. Und auch wenn wir wissen, es ist zu spät sich zu entschuldigen, machen wir es dann leider oftmals doch nicht, ohne eigentlich Gründe dafür aufzeigen zu können.

SOCIAL MEDIA

Heute gibt es Cybermobbing und ganz ehrlich? Es ist zum Kotzen... Und wo das anfängt, bzw. wo uns Social Media verletzt, das ist uns oft gar nicht so klar! Ich muss nicht in die Schule gehen oder schlechte Fotos von irgendwelchen Parties von mir finden. Es reicht schon, dass ich ein Foto in irgendeine Gruppe poste, eine Meinung kundtue und sich die Menschen, wie die Geier darauf stürzen und meine Worte, meine Meinung, mein Leben zerfetzen. Menschen werden zerfetzt! Es ist egal ob es ein Hundetrainer ist, ein Tierschutzverein, jemand der Geld sammelt, ein Politiker... Es gibt nur Schwarz und Weiß und jeder lässt nur seine Meinung zu. Wenn Argumente nicht ausreichen, wird man einfach beleidigt! Und das ist überall so!!! Ich sehe es in Pferdegruppen bei Facebook, in Diskussionsforen, auf den Pinnwänden von Bekannten, die dort Familienstreitereien öffentlich rumposaunen und sich über andere Menschen derart abfällig äußern, dass es einem ganz schlecht wird! Ihre Meinung ist alles was zählt, wer anders denkt, wird öffentlich angefeindet und beschimpft. Dann - auf der Happy Side of Life - geht es um Urlaube, Glück, wie toll unser Leben ist! Schon wieder im 5 Sterne Restaurant gegessen, schon wieder auf den Malediven... Was für ein geiler Kerl ich bin! Klar, ich berichte doch auch, wenns grad gut läuft von meinem tollen Leben!!! Warum eigentlich? Damit sich andere schlecht fühlen? Glaube ich, dass sie sich für mich freuen? Die 1.000 Bekannten, die "FB-Freunde"? Die ich teilweise nicht einmal persönlich kenne?

Deshalb ist Social Media für mich ein Grauen, auch wenn ich jeden Tag dort online bin, Dinge mitlese, Posts veröffentliche etc... Meine FB-Posts halten sich neutral, von meinem Privatleben gebe ich nicht viel bekannt! Ich möchte das einfach nicht. In Gruppen halte ich mich total zurück. Nur meine Facebook-Seite für die Tierfotografie möchte ich pflegen, auch das mache ich sehr neutral! Alleine schon, um mich nicht angreifbar zu machen! Natürlich ist es auch eine Art Professionalität als Dienstleister, die ich schon als notwendig erachte! Heute ist für mich das Social Media OKAY (das Wort wähle ich mit Absicht, denn gut ist es nicht), aber ich schenke ihm auch nicht mehr so viel Beachtung, wie noch vor ein paar Jahren. Inzwischen habe ich mich mit FB und Co. arrangiert. Wenn nicht, hätte ich mich abgemeldet. Wenn mir Dinge auf Dauer nicht gut tun, muss man sie ändern. Allerdings habe ich viele Gespräche mit Fotografenkollegen geführt, die damit große Schwierigkeiten hatten, wie ich auch vor ein paar Jahren! Die diesem Druck nicht gut standhalten... Und das finde ich so traurig! Ich erkläre Euch warum: In viele Social Media Plattformen geht es um Fotos, sie werden gepostet, kommentiert und geliked oder eben nicht.... Für wen soll es eigentlich schlimmer sein, als für den Fotografen, dessen Arbeit, Herzblut, Beruf mit diesen Fotos unmittelbar verbunden ist? Jeder Post von meinen Kunden mit meinen Bildern ist ja auch mit mir verknüpft. Negative Kommentare von Menschen, die nicht dabei waren, als das Foto entstand, landen genauso bei mir, wie der direkte Vergleich der LIKES, die dieses Foto zu anderen Bildern erhält. Genauso komme ich nicht umhin beim meinem ersten Kaffee zu sehen, dass ein Kunde z.B. gerade bei einem anderen Fotografen war, obwohl er so zufrieden mit mir und meiner Arbeit war. Und wie viele Likes, bekommen die Fotos von diesem Fotografen denn jetzt? Ich muss mich auf der Pinnwand meiner Kunden quasi öffentlich in Konkurrenz zu meinen Kollegen "voten" lassen....

Als FB vor ein paar Jahren in Mode kam und ich gerade im Aufbau meiner Selbständigkeit war, hat mich das ganz schön fertig gemacht. Mit einigen Kunden habe ich darüber offen diskutiert. Habe versucht ihnen zu erklären, dass das ein ganz schön blödes Gefühl ist, wenn das passiert. Und wisst Ihr, wie mich das bereichert hat? Endlich verstand ich, WARUM das passiert. Nicht nur, weil andere Fotografen ganz andere Stile haben und man vielleicht auch einfach 2-3 Lieblingsfotografen haben kann, sondern weil sie nicht drüber nachdenken! Und mir nicht bewusst damit weh tun wollen. Und genau damit sind wir auch beim Thema Wertschätzung für mich und meine Arbeit und dem guten Gefühl damit umgehen zu können. ICH weiß, dass ich einen guten Job mache! Den ich liebe und der mich viel Freude bereitet. Und ich weiß auch, dass es auch andere Fotografen gibt, die gerne Tiere fotografieren, die das GENAUSO sehen und machen. Und das ist gut so! Genauso ist es gut, dass es so viele Hunde und Pferde gibt und so viele Besitzer, die unsere Arbeit wertschätzen! Und dann dürfen Sie das gern auch bei anderen Fotografen. Heute erhält mein Bild dafür 100 Likes, morgen das eines anderen Fotografen... Und das ist absolut gut so, es ist keine Konkurrenz, es ist Geschmack... Es beurteilt auch nicht meine Leistung. Und es ist verdammt nochmal für meine Arbeit nicht wichtig, ob der Hund gut hört oder besonders süß ist. Es geht mir bei der Aufnahme meiner Bilder nicht um ein Ergebnis im Social Media! Das ist mir sehr schnell klar geworden und seit dem, finde ich FB & Co zwar nicht immer gerecht, aber es tut mir nicht weh! Ganz im Gegenteil, ich kann sehr gut damit umgehen.

HAUPTBERUFLICH FOTOGRAF - Qualität hat ihren Preis

Was mich aber verletzt ist fehlende Wertschätzung für mich und meinen Beruf! Es ist kein Hobby, es ist kein Nebenjob, es ist meine Existenz. Da viele Menschen sich dazu vielleicht einfach noch nie Gedanken gemacht haben, möchte ich auch hiervon erzählen. Das erste ist die Geiz-ist-geil Geschichte. Ich bin nicht teuer! Für einen Berufsfotografen mit meiner technischen Ausrüstung bin ich viel zu preiswert! Das mal ganz vorneweg gesagt. Trotzdem gibt es viele Menschen, die meine Shootings zu teuer finden. Obwohl es "Hobbyfotografen" gibt (bitte nicht abwertend aufnehmen!), die teurer sind als ich. Obwohl sie keine Mehrwertsteuer zahlen und auch keine Einkommenssteuer. Jeder Fotograf wirbt mit seinen Fotos, daher kann ein Kunde frei entscheiden, ob ihm diese Fotos gefallen und ob er eines anderen Fotografen. Der Kunde hat von Preiskalkulation und der Hochwertigkeit einer Kamera sowie der Bildbearbeitungszeit überhaupt keine Vorstellung, muss er auch nicht. Er sieht ein Foto ganz anders als jemand vom Fach. Er sieht kein ISO Rauschen, er sieht vielleicht nicht, ob das Bild perfekt scharf ist oder eine hochwertige Bearbeitung, die für einen Fachmann offensichtlich ist. Vielleicht liegt aber hier der Grund, dass ein Bild in der Nachbestellung 20,00 Euro kostet und es nicht alle Fotos auf CD gibt. Ich versuche das ganz wertungsfrei zu erklären, da ich glaube viele wissen das gar nicht... Und das ist OK - Ich würde mich damit auch nicht befassen, wenn ich nicht müsste.

Heute hatte ich einen Anruf von einer Züchterin, die mir erzählte wie unglücklich sie über ihren "alten" Fotografen sei. Er wäre einfach teurer geworden ohne Absprache... Solche Dinge mag ich nicht, man macht das einfach nicht! Wie sich im Gesprächsverlauf herausstellte, sprach sie von Preisen, die kein Berufsfotograf auch nur annähernd "halten" kann. Ich war regelrecht ein wenig geschockt, dass sie überhaupt auf mich gekommen ist. Es gibt tatsächlich einige Züchter, die mich in letzter Zeit anfragen: Ja, also ich hätte gerne total professionelle Fotos, aber da müssen wir was am Preis machen. Ehrlich gesagt frage ich mich, ob den Menschen nicht klar ist, dass ich von diesem Preis meinen Lebensunterhalt bestreiten muss? Das ich die IHK bezahlen muss, meine Kranken- und Rentenversicherung, die Berufsgenossenschaft, Steuern von fast 40 %... Das ich trotz allem von all meinem Ersparten lieber etwas in meine Ausrüstung stecke, als in einen Malediven-Urlaub. Meine Ausrüstung ist teuer! Meine Objektive kosten gern 1.000 - 3.500 Euro... und ich habe da einige von! Meine aktuelle Kamera liegt bei 8.000 Euro! Ganz zu schweigen von meiner ganzen Studiotechnik. Das alles biete ich meinen Kunden im Preis des Shootings mit an.

Fakt ist außerdem, ich habe eine 45-60 Stundenwoche. JEDE Woche. Ich habe NIE ein freies Wochenende, an dem ich NICHT arbeite. Ich hatte die ersten 8 Jahre meiner Selbständigkeit KEINEN Sonntag und keinen Feiertag, an dem ich nicht gearbeitet habe. Noch immer habe ich ein schlechtes Gewissen, wenn ich jetzt seit neuem auf eine Sonntags-Anfrage mit NEIN antworte. Unser letzter Urlaub waren unsere Flitterwochen in Holland, es waren zehn Tage! Das ist vier Jahre her. Meine gesamte Freizeit geht für meine Pferde und Hunde drauf, ABER die Zeit, die ich mit ihnen verbringe, die hänge ich abends dran! Wenn ich mal weniger arbeite, dann fragen mich die Kunden, wo ihre Fotos bleiben, natürlich! Berechtigt. Ich liebe meinen Job und ich möchte nichts lieber tun als das, aber manchmal denke ich, die Leute verstehen nicht, dass das für mich kein Hobby ist, so sehr ich auch Tiere und meine Arbeit mag. Ich muss davon leben, mein Auto bezahlen, meinen Lebensunterhalt, meine Kredite u.v.m. Ich grolle dem nicht, mein Leben für mich perfekt! Wahrscheinlich werde ich meine Preise nicht mehr so lange halten können, da ich tatsächlich auch mal ein wenig mehr verdienen möchte, aber im Moment sind sie ok. Ich muss eben viel Arbeiten um davon leben zu können! Tatsächlich... Allerdings bin ich auch ein kleiner Workerholic. Ich arbeite sehr gern und rumsitzen kann ich nicht leiden. Daher wähle ich an einem freien, sturmfreien Abend anstatt der Badewanne oder dem Sofa lieber meinen PC. Seit 2014 stecke ich daher Stunden um Stunden in mein Bildarchiv, das ich nebenbei aufgebaut habe...

Aber mal ein Rechenbeispiel zum Thema teuer. Es gab schon so viele davon im Internet, aber jetzt mein persönliches. Ja, ich kalkuliere meine Preise ganz simpel per Excel Sheet, aber da betrüge ich mich oft selbst, da ich nur die Shootingzeit rechne und die Bearbeitung oftmals unrealistisch ist. Und mal ehrlich, welches Shooting geht exakt nur so lang, wie kalkuliert? Ich mache also z.B. ein Pferdeshooting in 2 Stunden für z.B. 200 Euro. Wow, krass, was ein Stundensatz. Naja, fast... es beinhaltet eine Vorbesprechung (telefonisch / e-mail), hier im Umkreis die An- und Abfahrt von vielleicht 30 Minuten, ein zweistündiges Shooting, die Zurverfügungstellung der Bilddaten zur Auswahl und bereits 5 Fotos in bearbeiteter Form. Allerdings wird das Shooting wetterbedingt ggf noch 2-3 x verschoben und ich habe an diesen Tagen kein Geld verdient... Jetzt rechne ich mal aus. Mit Besprechung + Anfahrt + Shooting bin ich bei ca. 2.5 - 3 Stunden Arbeitszeit. Dann sitze ich ca. 2 Stunden an den Bildern, manchmal auch mehr. D.h. 4-6 Stunden Arbeit für 200,00 Euro, von denen ich noch 40 % ca. an Steuern bezahle. Die Frage, warum es nur "so wenige" Fotos gibt, oder warum mehr Fotos Summe XY kosten... ist berechtigt, sie wird mir oft gestellt, aber das ist der Grund. Eigentlich beinhaltet das Geld fast nur meine Arbeitszeit für das Shooting an sich und natürlich: An Bildbearbeitungen sitze ich auch nochmal viel Zeit. Wenn ich das so rechne, müsste ein solches Shooting 500,00 Euro kosten damit ich davon GUT leben und vielleicht 1-2 x im Jahr Urlaub machen könnte. Es gibt tatsächlich Shootings, da bleibt nicht viel übrig, nur Bildbestellungen bleiben dann vielleicht am Ende übrig! Ich möchte weder im Accord arbeiten noch so, das meine Kunden darunter leiden. Ich ihnen also nicht mehr das "Beste" bieten kann.  Ich versuche immer mehr als "normal" zu geben... Genau aus dem Grund möchte ich keine Shootings mehr bei FB & Co verlosen, mich hat das sehr frustriert. Es erstaunt mich immer, wie alle darauf anspringen, sobald es irgendwas umsonst gibt! Wow... Wahnsinn. Auf einmal interessieren sich total viele für meine Arbeit, weil es was umsonst gibt. Ein geschenkes Shooting ist aber am Ende nicht viel wert. Die Leute lösen die Shootings oftmals gar nicht ein, aus freien Arbeiten werden Bilddaten an denen ich ggf Stunden um Stunden gesessen habe, nicht einmal ausgewählt. Hat ja nichts gekostet! Es ist KEINE Wertschätzung, sondern ein Tritt in den Hintern für mich und meine Arbeit. Wisst Ihr, wie sich das anfühlt, wenn ich einen Anruf bekomme: "Hallo, hier liegt schon seit 2 Jahren ein Gutschein, eigentlich will ich ja gar nicht, aber da sie nicht auszahlen, muss ich ihn ja mal einlösen...." ?! Ja, gibt es tatsächlich!

Diese privaten Shootings würden mir nicht ausreichen um über die Runden zu kommen, tatsächlich nicht! Da ich in den Jahren alle anderen Bereiche aufgegeben habe, widme ich mich heute der Tierfotografie im privaten und gewerblichen Bereich und habe ein Bildarchiv mit 70 Fotografen aufgebaut. Nur so ist es möglich. Allerdings bleibe ich meiner Moral treu und es gibt weiterhin bestimmte Dinge, wie zu fixe Werbeshootings die ich dem Tierwohle gänzlich ablehne und nur sehr frei in diesen Bereichen arbeite. Zum Glück gibt es auch viele Firmenkunden, die das Tierwohl ebenso an erster Stelle stehen haben wie wir.

MODELSHOOTINGS - freie Arbeiten

Generell arbeite ich nicht auf TFP Basis o.ä. - Meine "kostenlosen" Arbeiten betitel ich als "Modelshootings"  - Es sind Fotoshootings die für ein bestimmtes Werbeprojekt / Buchprojekt o.ä. oder zum Aufstocken meiner angebotenen Bilder im Bildarchiv fungieren. Im Jahr über habe ich vielleicht für 10-15 Modelshootings Zeit plus die für bestimmte Kunden. Dann fotografiere ich in diesen "kostenlosen" Shootings für mein Bildarchiv. Ich habe detailliert auf meiner Seite beschrieben, worum es geht, wie der Ablauf ist und das es keine Garantie für solche Shootings gibt. Vor allem steht dort, WELCHE Modelle gesucht werden... Und trotzdem erhalte ich um 0:00 Uhr nachts Whatsapp Nachrichten mit Fotos von irgendwelchen Hunden, die für ganz andere Dinge angeboten werden. Ich werde gefragt, ob ich ihren Hunde "Berühmt" machen kann, arme Welpen, die gerade 8 Wochen alt sind... Die unbedingt ins TV müssen und in einen Katalog, weil jeder sagt sie sind so süß. Niemand von diesen Leuten hat mich als Menschen oder meine Arbeit wertgeschätzt - hat sich die Zeit genommen zu lesen, was da steht. Gerade erst wurde ich als "unseriös" beschimpft, weil ich einen Hund zu einem Modelshooting einladen wollte und annahm man wüsste, warum man sich beworben habe! Grund war das ich einsilbig MITTEN im Shooting eine schnelle Antwort tippte. Ganz ehrlich, solche Leute erhalten von mir keine Chance auf eine freie Arbeit! Man sollte solche Sachen gar nicht anbieten, ABER es sind auch schon wundervolle Kooperationen durch solche Projekte entstanden, daher möchte ich es nicht ganz aufgeben. Allerdings werde ich 2019 meine Gesuche ganz neu ausschreiben und nur noch berücksichtigen, wer sich bei mir Anstand und liebevollen Zeilen bewirbt! Solche Menschen und Hunde haben es dann auch verdient meine freie Zeit - sofern Zeit für freie Bildarchivarbeiten vorhanden ist - zu bekommen! Wertschätzung ist der Schlüssel und ich möchte das einfordern! Meine Kunden sind König und ich gebe alles für sie. 99 % meines wundervollen, fantastischen Kundenstamms haben diese Wertschätzung für mich und meine Arbeit, die restlichen 1 % sollen sich angesprochen fühlen und überdenken, ob ich wirklich teuer bin... Ob es meine Arbeit und mein Angebot vielleicht doch wert ist - Das professionelle Fotos auch faire Preise verdienen. Ich gebe nicht umsonst bei allen Shootings eine  Zufriedenheitsgarantie.

Noch dazu sei angemerkt, dass es viele Leute gibt, die ausschließlich auf diese kostenlosen TFP Shootings aus sind und das ist ebenfalls eine Sache, die unseren Beruf natürlich kaputt macht... Mit TFP Shootings kann man wunderbare Massen anlocken. Darüber gab es die Tage bereits eine sehr schöne Diskussion, die ich allerdings aus zeitlichen Gründen nur anlesen konnte. ABER ich bin der Meinung, dass ein TFP Shooting kaum einen dieser richtigen Kunden "locken" kann. Ein echter Kunde, verliebt sich in die Bilder "seines" Fotografen und ist bereit dafür entsprechendes Geld zu bezahlen. Bei TFP Shootings geht es vorrangig darum etwas umsonst zu bekommen. Natürlich nicht immer!!! Ich habe wundervolle Kunden durch meine Modelshootings kennengelernt! ABER viele davon sind eben doch auf der Suche nach kostenlosen Fotos. Jeder Fotograf sollte anfangs auch mal frei arbeiten, wenn man eine kleine Kamera hat und üben möchte, warum nicht! Ich habe das auch gemacht. Es geht doch nicht anders... Und wenn ich eine tolle Bildidee habe und die gerne umsetzen möchte, das im Kundenshooting aber nicht geht, dann bitte. Den Fotografen gebe ich keine Schuld... Aber wie soll denn der Fotograf "am Leben" bleiben, wenn ihn niemand bezahlt?! Wie soll das gehen? Wenn ich überall nur abgreife, wo es kostenlos Fotos gibt? Stellt Euch vor, Ihr seid Dienstleister und werdet so gehandelt? Ist das vielleicht verletzend? JA verdamt nochmal, ist es. Meine Fotos sind also kein Geld wert? Ich hatte vor ein paar Jahren eine Bekannte, die mir einfach ins Gesicht sagte: "Ja, ich brauche kein Geld für meine Fotos bezahlen, ich bekomme immer hier und da mal welche von einem Fotografen so gemacht..." Mich hat das echt tief getroffen. Fragt diese Person sich, wie ich über die Runden komme? Ist ihr das einfach egal? Wenn ich mir so viel Mühe gebe und alles möglich mache um ihr schöne Fotos zu schenken? Das ist dann kein Geld wert? Könnte man vielleicht zu Weihnachten bei diesem Fotografen mal für 20 Euro einen Gutschein kaufen und verschenken? Damit er auch morgen noch "da" ist? Die Welt besteht aus Bildern inzwischen, überall! Sämtliche Plattformen sind voll davon, aber damit sind sie doch viel wertvoller geworden! Oder etwa nicht? Ich möchte mich nicht an einem Shooting bereichern... Ich bin mir nicht zu fein hart für mein Geld zu arbeiten, aber solche Dinge verletzen mich sehr. Und genau deshalb möchte ich es auch mal aussprechen, weil ich denke vielen ist das einfach gar nicht klar oder vielen von Euch geht es vielleicht sogar genauso...

In diesem Sinne... Eure Nicole  

 

 

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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